10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit für Agenturen, Freelancer und Unternehmer

Der Klimawandel ist in aller Munde. Während in den vergangenen Jahren aufgesetzte Projekte im Rahmen von Corporate Social Responsibility Kampagnen den Unternehmen in erster Linie zu einem guten Image verhelfen sollten, haben mittlerweile viele erkannt, dass es tatsächlich um den Erhalt unseres Planeten geht. Daher haben wir an dieser Stelle zehn Tipps für euch zusammengestellt, wie ihr den beruflichen Alltag als Agentur, Freelancer oder Unternehmer zukünftig nachhaltiger gestalten könnt.

Tipp 1: Achte darauf, wo und was du einkaufst!

Hast du dir schon einmal überlegt, wie nachhaltig das Einkaufsverhalten bei euch ist? Bei vielen Anschaffungen wird im Normalfall keine Sekunde darüber nachgedacht, ob man damit der Umwelt durch lange Transportwege oder schädliche Chemikalien Schaden zufügt. Für die meisten Artikel gibt es mittlerweile sinnvolle Alternativen.
Grundsätzlich ist es natürlich immer nachhaltiger, bei einem regionalen Anbieter einzukaufen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Nicht alles, was einem unter dem Deckmantel „regional“ verkauft wird, stammt auch wirklich aus der näheren Umgebung. Im Zweifelsfall hilft aber immer ein offenes Gespräch mit dem jeweiligen Lieferanten.
Ein wenig mehr Sicherheit bieten hier Zertifizierungen, die die Nachhaltigkeit der Unternehmen garantieren. Daher solltest du auch auf diese Zertifikate achten, jedoch vor größeren Anschaffungen auch zusätzlich überprüfen, welche Kriterien hinter der jeweiligen Zertifizierung stecken. Zu den bekannten und renommierten Zertifikaten in Deutschland zählen unter anderem das Umweltzeichen „Blauer Engel“, BDIH (für Kosmetik), GOTS (für Textilien) sowie Fairtrade (für Lebensmittel).
Vor allem beim Einkauf von Büromaterialien kannst du den Umstieg sehr leicht verwirklichen. Utopia hat auf seiner Website eine Liste von Shops für nachhaltigen Bürobedarf zusammengestellt. (Link: https://utopia.de/bestenlisten/shops-fuer-nachhaltigen-buerobedarf/). Hier sind Unternehmen gelistet, die vorwiegend Materialien einsetzen, die recycelt oder recycelbar sind bzw. aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Ebenso wurde darauf geachtet, ob die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden.
Auch bei der Erstellung von Werbematerialien und anderen Drucksorten kannst du Schäden für die Umwelt vermeiden. „dieUmweltDruckerei“ aus Hannover verwendet beispielsweise ausschließlich Recycling-Papier und Bio-Druckfarben auf Basis nachwachsender Rohstoffe und betreibt seine Druckmaschinen mit Strom aus erneuerbarer Energie. Die Druckqualität leidet darunter nicht.

Tipp 2: Wechsle dein Konto zu einer ethischen Bank!

Auch bei welcher Bank du dein Konto hast, ist eine Sache der Nachhaltigkeit. Am Markt etablieren sich in letzter Zeit immer mehr sogenannte ethische Banken. Oft werden sie auch als „grüne Banken“ bezeichnet.
Doch was genau ist der Unterschied zu einer herkömmlichen Bank? Auch ethische Banken bieten die unterschiedlichsten Produkte an. Man kann sein Geld genau wie bei anderen Banken bei vielen Geldautomaten abheben und seine Bankgeschäfte mittels Online Banking erledigen. Der Unterschied liegt darin, was die Banken mit dem Geld ihrer Kunden machen. Einige ethische Banken verpflichten sich beispielsweise, nicht in Unternehmen zu investieren, die in der Rüstungsindustrie tätig sind, Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke betreiben, Kinderarbeit zulassen oder Arbeitnehmerrechte auf andere Weise verletzen, Glücksspiele betreiben, Tierversuche bei Kosmetika herstellen und vieles mehr. Dabei werden die Unternehmen einer regelmäßigen Ethik-Prüfung unterzogen und entsprechend von den Banken bewertet.
Darüber hinaus legen ethische Banken ihren Kunden sehr genau offen, wo ihr Geld investiert wird. So werden unter anderem auch Kundenkredite, Wertpapieranlagen der Bank und Unternehmensbeteiligungen auf den Webseiten der grünen Banken veröffentlicht.
Folgende Banken handeln in Deutschland nach diesen ethischen Prinzipien:
– Ethikbank (https://www.ethikbank.de/)
– GLS Bank (https://www.gls.de/)
– Steyler Bank (https://www.steyler-bank.de/)
– Triodos Bank (https://www.triodos.de/)
– Umweltbank (https://www.umweltbank.de/)
Der Wechsel zu einer ethischen Bank funktioniert im Prinzip genauso wie der Wechsel zu jeder anderen Bank. Doch grüne Banken sehen sich verständlicherweise ihre Kunden ganz genau an. Wer hohe Prinzipien an den Tag legt, verlangt das schließlich auch von seinen Kunden. Die Unterlagen zur Anmeldung eines Kontos können bei den meisten Banken direkt auf der Website heruntergeladen und ausgedruckt werden. Bei der Ethikbank können sie jedoch nur per Post angefordert werden.

Tipp 3: Überprüfe bzw. wechsle deinen Stromanbieter!

Ökostrom ist heutzutage bereits bei den meisten Stromanbietern erhältlich. Doch was steckt eigentlich genau hinter dem Begriff? Grundsätzlich handelt es sich dabei um Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Dazu zählen unter anderem Wind, Wasser, Sonne und Biomasse.
Im Gegensatz zu anderen Formen der Energiegewinnung wie Kohle- oder Atomkraftwerke wird bei Ökostrom kein Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben. Bei Biomasse kommt es zwar bei der Verbrennung zu einem Ausstoß von Kohlendioxid, aber auch nur zu jenem Anteil, wie ihn die Pflanzen während des Wachstums aufgenommen haben.
Wenn du denkst, dass Ökostrom teurer ist, liegst du bei den meisten Tarifen übrigens falsch. In vielen Fällen ist der Tarif sogar günstiger als bei Atomstrom. Als Laie ist man oft von der Vielfalt der Tarife und den Unterschieden darin überfordert. Abhilfe schaffen hier Vergleichsportale wie Check24 (https://www.check24.de/strom/oekostrom/) oder Verifox (https://www.verivox.de/power/), bei denen du einfach Parameter wie deinen Standort und deinen ungefähren Jahresverbrauch eingibst und dann eine Auflistung der möglichen Anbieter und deren Tarife erhältst.
Natürlich kannst du deinen Strom auch direkt auf den Webseiten der Energielieferanten bestellen oder dich von einem Bekannten werben lassen, um auch noch eine Prämie als Belohnung zu erhalten. Unter anderem liefern dir folgende Anbieter Ökostrom:
– Lichtblick Strom (https://www.lichtblick.de/)
– WEMAG (https://www.wemag.com/)
– Greenpeace Energy (https://www.greenpeace-energy.de/)
– Naturstrom (https://www.naturstrom.de/)
– Polarstern Energie (https://www.polarstern-energie.de/)
Es ist also ganz einfach, deine Umweltbilanz mit nur wenigen Klicks erheblich zu verbessern und ein Zeichen zu setzen, dass dir die Herkunft des Stroms auch im Unternehmen nicht egal ist.

Tipp 4: Überlege vor jeder Dienstreise, ob sie wirklich nötig ist!

Dienstreisen sind doch irgendwie ein Relikt aus dem vorigen Jahrtausend. Die technischen Möglichkeiten sind heute so weit gereift, dass du dich nicht mehr für jede Unterhaltung persönlich treffen musst.
Unterredungen unter vier Augen lassen sich mittlerweile auch ganz einfach und klimaschonend mittels Skype (https://www.skype.com/de/) oder Zoom (https://zoom.us/) erledigen. Gerade die Möglichkeiten von Zoom sind hier nahezu unbegrenzt und reichen von der einfachen Videotelefonie bis zur Abhaltung einer Konferenz mit bis zu 1.000 Teilnehmern.
Wenn du Geschäftspartner oder Kunden in weit entfernten Regionen hast und öfter mit ihnen konferierst, dann solltest du über die professionelle Ausstattung eines Meeting-Raumes nachdenken. Denn mit einem hochwertigen Equipment und den entsprechenden Tools können Konferenzen sogar noch effektiver gestaltet werden, als wenn sie vor Ort stattfinden würden und beispielsweise (nach vorheriger Absprache) auch aufgezeichnet werden.
Auch bei Seminaren und Schulungen geht der Trend immer mehr zu sogenannten „Video based Trainings“. Vor allem standardisierte Weiterbildungsmaßnahmen wie Trainings für Microsoft Office Produkte können so ressourcenschonend durchgeführt werden. Die Vielfalt an angebotenen Seminaren auf Udemy (https://www.udemy.com/) ist nahezu unendlich. Der Anbieter ETC (https://www.etc.at/video-based-training/) bietet darüber hinaus auch noch individuelle und maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen an.
Wenn sich die Dienstreise gar nicht vermeiden lässt, solltest du bei entsprechenden Verbindungen zumindest in Erwägung ziehen, mit dem Zug zu reisen. Der Zug ist ein angenehmer Arbeitsplatz, an dem du in Ruhe und konzentriert arbeiten oder dich auf ein Meeting vorbereiten kannst, ohne ständig von Kollegen gestört zu werden. Falls mehrere Mitarbeiter bei einem Meeting dabei sein müssen, könnt ihr alternativ dazu auch gemeinsam mit dem Auto fahren. Das ist Immer noch besser, als wenn jeder in seinem eigenen SUV anreist.
Sollte sich der Flug gar nicht verhindern lassen, so lässt sich der Kohlendioxid-Ausstoß zumindest kompensieren. Auf der Webseite von Atmosfair (https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/flug/) kannst du den Fußabdruck deines Fluges berechnen und den entsprechenden Kompensationsbeitrag in ein Klimaschutzprojekt deiner Wahl investieren. So hilft dein Flug zum Beispiel dabei, in Ruanda ländliche Haushalte mit effizienten Öfen auszustatten oder Kleinbauern in Indien dabei zu unterstützen, ihre wertlosen Ernteabfälle zur Stromerzeugung weiterverkaufen zu können.

Tipp 5: Schalte alle Geräte im Büro aus!

Dieser Tipp klingt zwar zunächst ein wenig kleinlich, doch wie bei vielen Dingen im Leben gilt: die Menge macht das Gift.
Gerade bei Druckern wird der Stromverbrauch oft vernachlässigt. Zwar wird beim Kauf von vielen Einkäufern ganz genau darauf geachtet, wie hoch der Seitenpreis beim Druck ist und die Preise für Tonerkartuschen und Tintenpatronen werden akribisch verglichen, doch die Energieeffizienz spielt bei der Kaufentscheidung dann nur eine untergeordnete Rolle. Die meisten Drucker haben einen Bereitschaftsmodus (das berühmte „Standby“) und einen Sleepmodus bzw. Ruhemodus. Falls möglich, solltest du in den Einstellungen den Sleepmodus auswählen. Damit wird weniger Energie verbraucht als im Bereitschaftsmodus und bei Druckaufträgen aktiviert sich das Gerät nahezu genauso schnell.
Computer sollten in der Mittagspause und nach der Arbeit ebenfalls im Energiesparmodus betrieben oder im Idealfall ganz heruntergefahren werden. Besondere Beachtung gilt hier auch dem Monitor. Manche Monitore schalten sich mit aus, wenn der PC ausgeschalten wird, doch einige bleiben auch einfach im vollen Powermodus. Dem kannst du Abhilfe schaffen, indem du dir eine Steckdose mit Schalter besorgst und bei Verlassen des Büros einfach so den Monitor abschaltest.
Es ist auch erstaunlich, wie viel unnötiges Licht in Büros oft brennt. Beliebt sind hier zum Beispiel Lagerräume, die oft nur zwei oder drei Mal am Tag betreten werden, aber dennoch durchgängig beleuchtet werden. Eine Glühbirne mit 15 Watt kostet im durchgängigen Betrieb etwa 40 Euro im Jahr. Das klingt nicht nach viel Geld, doch in den meisten Unternehmen sind es mehrere Birnen und die Leuchtkraft ist dabei oft auch noch stärker. Da kommen schnell mehrere hundert Euros zusammen, für die du sicher sinnvollere Investitionsideen hast.
Und wir reden jetzt noch nicht davon, wie viel Strom man dadurch in ganz Deutschland einsparen könnte, wenn man daraus eine groß angelegte Kampagne macht. Auch das wäre eine Möglichkeit für eure Agentur, für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen.

Tipp 6: Hoste deine Website umweltfreundlich!

Auch Deine Internet-Präsenz und Dein Online-Shop verbrauchen jede Menge Ressourcen. Das Internet hat generell einen enorm hohen Stromverbrauch. Die zahlreichen Rechenzentren, die für den Betrieb erforderlich sind, haben insgesamt einen höheren Energieverbrauch als ganz Deutschland.
Das kannst du alleine natürlich nicht ändern, aber ein guter Anfang ist zum Beispiel, seine Website umweltfreundlich und möglichst klimaneutral zu hosten. Dafür gibt es mittlerweile mehrere Anbieter, zum Beispiel ClimatePartner (https://www.climatepartner.com/), natureOffice (https://www.gemeinsam-ist-es-klimaschutz.de/) oder das österreichische Unternehmen greenWebspace (https://greenwebspace.com/). Bei Letzterem stehen die Server großteils in Wien und werden mit Ökostrom betrieben.
Ganz lassen sich die Emissionen allerdings auch bei diesen Anbietern nicht vermeiden, doch im Schnitt werden sie um zumindest zehn Prozent gesenkt. Der Rest wird beispielsweise bei greenWebspace durch Aufforstungsgebiete im Regenwald neutralisiert. Bei natureOffice dagegen kann man aus unterschiedlichen sozialen Projekten wählen und so beispielsweise einen Fußball mit Pumpe für Kinder in Togo oder einen Bienenstock für 40.000 Bienen finanzieren.
Bei Ecograder (https://www.ecograder.com/) lässt sich ganz leicht überprüfen, wie es derzeit um die Nachhaltigkeit eurer Website bestellt ist. Das Unternehmen Raidboxes bietet sogar komplette mehrstündige Online-Workshops zu genau diesem Thema an (https://raidboxes.io/blog/raidboxes/gemeinwohl-und-nachhaltigkeit-teil-2/).

Tipp 7: Verwende Ecosia als Standard-Suchmaschine am PC und am Mobiltelefon!

Auch die Art und Weise, wie du im Internet nach Informationen suchst, hat Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit deines Unternehmens.
Das liegt zum einen daran, dass die Suchmaschinen einen riesigen Stromverbrauch haben. Die New York Times hat berichtet, dass Google etwa so viel Strom wie eine Stadt mit 200.000 Einwohnern verbraucht. Zum anderen geht es auch darum, was mit den Einnahmen passiert, die eine Suchmaschine generiert.
Gegen den Stromverbrauch kannst du wenig unternehmen. Eine Suche bei Google verursacht ungefähr 0,3 Wattstunden und das ist auch bei Bing oder Yahoo nicht anders. Du kannst allerdings sehr wohl entscheiden, wer die Einnahmen bekommen soll, die unter anderem dadurch zustande kommen, dass du auf einer bestimmten Seite nach Informationen suchst.
Die Suchmaschine „Ecosia“ (https://www.ecosia.org/) verwendet die Einnahmen aus den Suchanfragen, um Bäume zu pflanzen. Alles, was du dafür tun musst, ist bei entsprechenden Suchanfragen einfach die Suchmaschine zu verwenden. Das funktioniert am besten, wenn du sie einfach bei dir als Startseite einrichtest und auch allen Kollegen empfiehlst, es dir gleich zu tun. Auch auf dem Mobiltelefon kann Ecosia genutzt werden. Sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte kann man die Browser-App im jeweiligen Shop herunterladen und auf seinem Handy installieren.
Mittlerweile konnten dadurch insgesamt über 85 Millionen Bäume gepflanzt werden. Um eine Baumpflanzung zu finanzieren, benötigt es im Schnitt etwa 45 Suchanfragen.
Zusätzlicher Nutzen dabei: im Gegensatz zu vielen anderen Suchmaschinen werden deine Daten bei Ecosia nicht weiterverkauft. Wenn du Werbungen auf Google schaltest, kannst du auch darüber nachdenken, einmal eine entsprechende Kampagne bei Ecosia zu platzieren. Denn auch hier erreichst du über 10 Millionen Nutzer, von denen rund zwei Drittel in Deutschland leben.

Tipp 8: Erledige kurze Wege mit dem Fahrrad!

„Gelegenheit macht Diebe“ sagt ein altes Sprichwort. Man kann es auch leicht abwandeln und „Gelegenheit spart Kohlendioxid“ daraus machen, indem du kurze Wege statt mit dem Auto oder mit dem Taxi einfach mit dem Fahrrad zurücklegst.
Mitarbeiter im Unternehmen lassen sich dazu motivieren, wenn du dazu einen kleinen Fahrrad-Fuhrpark errichtest. Dafür reichen schon zwei bis drei Fahrräder, die sich die Mitarbeiter im Bedarfsfall kostenlos ausleihen können, wenn sie einen kurzen Weg zu bewältigen haben. Wer möchte, kann sich das Fahrrad auch ab und zu ausborgen und damit nach Hause und am nächsten Tag wieder zur Arbeit fahren.
Gerade in Großstädten ist man auf einer kurzen Strecke von bis zu fünf Kilometern mit einem Fahrrad oft konkurrenzlos schnell unterwegs. Im Durchschnitt benötigst du dafür in etwa 15 Minuten. Dafür entfällt dann aber auch die Parkplatzsuche. Mit dem Auto brauchst du bei guter Verkehrslage mindestens zehn Minuten für die gleiche Strecke. Sobald du in einen kleinen Stau gerätst oder einen Parkplatz am Zielort suchen musst, schmilzt dieser kleine Zeitgewinn schnell dahin. Darüber hinaus ist es die wohl einfachste Möglichkeit, untertags etwas für deine Fitness und Gesundheit zu unternehmen.
Die Fahrräder bieten ebenso eine gute Möglichkeit zur Werbung für dein Unternehmen, wenn du sie entsprechend mit eurem Firmenlogo und einem Slogan brandest. So werden sie schon bald zum Eyecatcher in deiner näheren Umgebung und die Menschen werden schnell auf euch aufmerksam.

Tipp 9: Versende deine Pakete klimaneutral!

Täglich werden Millionen von Paketen innerhalb Deutschlands und in die ganze Welt verschickt. Dabei entstehen in vielen Fällen CO2-Emissionen, die die Umwelt schwer belasten. Vielleicht lässt es sich auch in deinem Unternehmen nicht immer vermeiden, Pakete zu versenden oder es ist einfach ein wichtiger Teil eures Geschäftsmodells.
Du kannst dabei aber auf jeden Fall auf euren ökologischen Fußabdruck Einfluss nehmen, indem du einen Anbieter auswählst, der die Pakete klimaneutral versendet. Auch hier gilt wieder: entweder der Anbieter versucht den Ausstoß von Kohlendioxid generell zu vermeiden, indem er zum Beispiel in Städten Lastenfahrräder verwendet oder er kompensiert den Ausstoß durch die Beteiligung an Klimaschutzprojekten.
Bei DHL funktioniert das innerhalb Deutschlands automatisch, ohne dass du etwas dafür tun oder zusätzlich bezahlen musst. Innerhalb der EU beträgt der Aufpreis pro Paket auch nur 20 Cent und für den Rest der Welt werden 70 Cent fällig. Ein sehr kleiner Preis für ein gutes Gewissen. Auch GLS stellt die Pakete innerhalb Deutschlands seit Oktober 2019 klimaneutral zu. UPS verlangt für den Ausgleich der Emissionen einen Zuschlag von 12 Cent pro Paket. Bei Hermes ist es möglich, eine entsprechende Option in seinen eigenen Webshop zu integrieren und dem Kunden die Wahl zu lassen, ob er die Sendung kompensieren möchte.

Tipp 10: Sag ruhig auch einmal Nein zu möglichen Kunden!

Zugegeben: wenn du mit deinem Unternehmen noch ganz am Anfang stehst oder ihr nicht gerade rosige finanzielle Zeiten durchlebt, ist dieser Tipp nur schwer umzusetzen. Dennoch solltest du bei jedem Auftrag darüber nachdenken, ob du mit bestimmten Kunden auch wirklich Geschäfte machen möchtest.
Wenn ein Unternehmen beispielsweise wissentlich seine Produkte unter unfairen Bedingungen herstellen lässt, seine Lieferanten erpresst oder nicht bereit ist, seine entstandenen CO2-Emissionen zu kompensieren, dann färbt das in letzter Konsequenz auch auf das Image eures Unternehmens ab. Darüber hinaus wird das Unternehmen im Ernstfall wohl auch nicht zögern, mit dir genauso unfair umzugehen, wie es das mit seinen Produzenten und Lieferanten macht.
Um nicht jedes Mal neu darüber nachzudenken, ob du eine Zusammenarbeit mit einem bestimmten Kunden eingehen möchtest, solltet ihr einen entsprechenden Kriterien-Katalog erstellen, in dem ihr festhält, was für euch Ausschluss-Kriterien für eine Zusammenarbeit sind und was im Gegensatz dazu entsprechende Positiv-Kriterien wären. Um deinen Kunden und Lieferanten zu zeigen, wie wichtig dir das ist, kannst du diese Liste auch auf eurer Website veröffentlichen.

Fazit

Nachhaltigkeit in Unternehmen ist kein Selbstläufer, doch die Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, sind äußerst vielfältig. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aber in der Masse einen großen Unterschied machen. Wichtig ist, stets die Augen offen zu halten und mögliche Potenziale zu erkennen. In einem Unternehmen geht es vielleicht um Massen an Papier, die eingespart werden können, bei anderen vielleicht eher um den Energieverbrauch, den stromintensive Maschinen verursachen, weil sie unnötigerweise über Nacht in Betrieb bleiben. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Auch die zu einem nachhaltigen Unternehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teile diesen Beitrag
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on telegram
Share on whatsapp
Share on email